Logbuch 22.08. bis 29.08.2026

22.08.2026

Mariehamn

Heute machen wir einen Hafentag in Mariehamn, verbunden mit dem klassischen Prozedere des Crewwechsels und Aufklarens der Yacht.

Die erste Fähre für die alte Crew geht bereits um 07.30 Uhr Richtung Stockholm, so das frühes Aufstehen angesagt ist. Gegen14.30 Uhr kommt dann eine weitere Fähre von Stockholm mit der neue Crew.

Es folgt der Check-in, das Bekanntmachen mit der Yacht und natürlich die Gelegenheit zum Creweinkauf. Am Abend werden einen kleine Ausflug in die Stadt machen und gemütlich zu Abend essen…

23.08.2026

Mariehamn

Die Wetteraussichten sind nicht so gut. Wir frühstücken und besprechen noch einmal den Tag. Zumindest am Vormittag geht es noch einmal auf Erkundungstour in Mariehamn. Der Wind nimmt immer mehr zu. Mittags steht die Entscheidung, wir bleiben.

Der Rest des Tages gehört den individuellen Freizeitprogramm der Crew.

Zum Abend treffen wir uns alle wieder, bereiten das Abendessen vor und werden morgen früh uns klar machen zur Weiterfahrt…

24.08.2026

Mariehamn nach Rödhamn 10,5 sm

Der Wind weht weiterhin kräftig aus Nordwest. Wir haben die Nacht gut überstanden und uns nach dem Wettercheck entschlossen, heute in Lee der Küste nach Rödhamn zu segeln. Da sind wir gut geschützt und können morgen weiter in Richtung schwedische Küste.

Nachdem Frühstück gibt es die Sicherheitseinweisung für die Crew. Um 10.30 Uhr sind wir startklar und verabschieden uns von Mariehamn. Noch in Sichtweite unsere Liegeplatz wird die Genua gesetzt. Wir segeln Richtung Süd, passieren noch einmal die Pommern und sagen „Tschüss, Mariehamn“.

Wir segeln durch die einzigartige Schärenlandschaft und sind zweieinhalb Stunden später in der Bucht von Rödhamn.

Der Motor wird gestartet, die Genua geborgen und wir legen an. Um 13.10 Uhr sind wir fest. Der Weht bläst noch kräftig wird jedoch über Nacht laut den Vorhersagen abnehmen.

Der erste Anleger dieses Törn wird zelebriert, dann geht es auf Entdeckungstour auf die Insel. Um 17.00 Uhr öffnet das Kaffee, wo wir uns zu einem kleinen Süßteil mit Kaffee treffen wollen…

25.08.2026

Rödhamn nach Furusund 41,5 sm

Da wir heute einige Seemeilen mehr segeln wollen und die Zeitumstellung läuft, stehen wir etwas früher aus.

Um 07.00 Uhr gibt es Frühstück an Bord, anschließend klaren wir auf und bereiten uns für das Ablegemanöver vor.

Um 08.30 Uhr sind wir unterwegs. Noch im Hafen setzen wir die Segel und gehen auf Kurs. Zunächst haben wir wenig Wind. kommen jedoch voran. Wir verabschieden uns von Rödhamn mit einem Blick zurück.

Später in der Ålandsee wird der Wind kräftiger, so das wir gut unterwegs sind. Wir reffen sogar ein wenig das Großsegel, um die Luvgierigkeit etwas zu mindern.

Gegen 13.00 Uhr sind wir in den schwedischen Schären angekommen. Wir sind auf der Hauptschifffahrtsroute nach Stockholm unterwegs. Der Wind wird etwas schwächer, jedoch können wir bis vor den Hafen von Furusund segeln. Vor der Fähre bergen wir die Segel und bereiten uns auf das Anlegemanöver vor.

Der Hafenmeister hilft noch ein wenig, dann sind wir fest. Wir dürfen längsseits liegen, da die Saison vorbei ist und kaum noch Yachten unterwegs sind…

26.08.2026

Furusund nach Sandhamn 26,5 sm

Der Sommer ist noch einmal zurückgekehrt. Mit der Konsequenz, das sich alle Meteorologen einig sind, heute gibt es kaum Wind, dafür viel Sonne.

Wir frühstücken wie gewohnt um 08.00 Uhr, checken noch einmal die Route sowie das Wetter und uns ist klar, das wird wohl ein Motortörn…

Um 09.30 Uhr legen wir ab. Zunächst folgen wir der Empfehlung unseres Orca-Programms und folgen der vorgeschlagenen Route. Natürlich immer mit der Seekarte im Cockpit zur Kontrolle unseres Standortes und des Kurses durch die verwickelte Schärenroute.

In Höhe der Insel Möja entscheiden wir uns für eine Kursänderung unter dem Motto – landschaftlich wertvoll.

Wir fahren durch den Möjaström und weiter durch die Inselwelt zwischen Hemö und Storö. So kommen wir in den Rödkoppsfjärden und fahren Sandhamn von Norden aus an. Die beeindruckende Landschaft macht fast sprachlos und ist kaum im Foto festzuhalten.

Gegen 14.00 Uhr laufen wir in Sandhamn ein. Wir haben uns für den Haupthafen direkt in Sandhamn entschieden. An der Pier werden wir bereits erwartet. Ein Liegeplatz wird zugewiesen, wir machen fest und sind angekommen im schwedischen Segelmekka an der Ostküste…

Der Rest des Tages gehört der Erkundung der Insel und des weltbekannten Ortes. Und die Sonne tut ein übriges für den schönen restlichen Tag in Sandhamn…

27.08.2026

Sandhamn nach Dalarö 24,5 sm

Heute hat uns das Hochdruckgebiet noch fest im Griff. Die See ist Spiegelglatt. Der Tag beginnt mit einem schönen Morgen.

Um 08.00 Uhr frühstücken wir und checken noch einmal das Wetter. Es besteht Hoffnung, das wir heute noch die Segel setzen können.

Um 09.20 Uhr legen wir ab und verabschieden uns von Sandhamn. Wir passieren die Hafenausfahrt Richtung Westen und müssen zunächst motoren. Der aktuelle Wind stimmt nicht optimistisch.

Später, im Nämdöfjärden, kräuselt sich die See und eine leichte Morgenbrise beginnt. Wir nutzen die Chance und setzen die Segel.

Da der Wind von vorne kommt, müssen wir uns auf einen Kreuzkurs einstellen. Wir haben das Glück des Tüchtigen, da der Wind im Laufe des Vormittags leicht zunimmt und seine Richtung zu unseren Gunsten ein wenig dreht.

Wir können bis vor Dalarö segeln. Dort schwächelt der Wind und dreht darüber hinaus durch die vielen Inseln in alle Richtungen. Wir bergen die Segel und fahren die letzten eineinhalb Seemeilen erneut mit Motor.

Dalarö erreichen wir um kurz vor 15.00 Uhr. Einen Liegeplatz zu finden ist kein Thema. Es ist Nachsaison. Um 15.00 Uhr sind wir fest. Es folgt der obligatorische Anleger, danach checken wir ein und der Rest des Tage gehört der Erkundung des Ortes und einem kleine Einkauf zur Auffüllung unserer Vorräte…

28.08.2026

Dalarö nach Nynäshamn 22,5 sm

Über Nacht hat es sich bezogen. Der Wetterwechsel kündigt sich an. Wir frühstücken wie immer und bereiten uns auf das Ablegen vor.

Um 09.15 Uhr ist alles erledigt, wir sind unterwegs. Zu motoren wir bis zum Hauptfahrwasser Richtung Süden.

Dort setzen wir die Segel und gehen auf Kurs. Der Wind weht frisch aus Südost und bringt uns gut voran.

Wir können ohne Wende die gesamte Strecke absegeln und bergen erst im Hafen von Nynäshamn die Segel.

Wir fahren an die Tankstelle und gehen anschließend auf Liegeplatzsuche. Es ist gegen 14.00 Uhr, als wir fest sind. Wir trinken unseren Anleger und besprechen kurz den Rest des Tages. Der Check-in erfolgt unproblematisch, dann ist die Törnwoche zumindest vom seglerischen schon zu Ende. Zum späten Nachmittag soll es Auffrischen und zur Abend eine Warmfront mit viel Regen durchziehen. Das stört uns jedoch nicht mehr, wir haben unser Wochentörnziel erreicht und werden den Abend gut ausklingen lassen.

Morgen ist dann erneut ein Crewwechsel angesagt…

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