08.08.2026
Pärnu
Nach der Verabschiedung der letzten Crew geht es erneut an das Aufklaren und Vorbereiten der Yacht für die kommende Törnwoche. Gegen 15.00 Uhr ist alles erledigt. Jetzt folgt noch der Gang in das Büro, um andere administrative Dinge zu erledigen.

Zum Abend wird hoffentlich die neue Crew an Bord sein und ein weitere Abschnitt unserer Segelreise beginnen…
09./10.08.2026
Pärnu nach Kärdla 90,5 sm
Des gestrige Wettercheck und die Überprüfung der Wetterlage nach dem Frühstück machen es uns nicht einfach. Wir frühstücken und gehen noch einmal auf Erkundungstour. Am Nachmittag folgt ein Strandspaziergang.





Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Wir fahren los.


Um 17.00 Uhr legen wir ab. Die Wetteraussichten zeigen ein Zeitfenster für einen Segelschlag aus der Pärnubucht hinaus und später in Richtung Norden, bevor am kommenden Morgen der Starkwind wiederkommt.
Zunächst motoren wir gegen den Südwestwind in Richtung Kihnu, bevor wir auf nordwestlichen Kursen und später auf Nordkurs durch das Saaremaa-Archipel segeln. Der Wind hat inzwischen auf Süd gedreht. Wir erleben einen schönen Sonnenuntergang sowie eine wunderschöne und milde Nacht. Um Mitternacht sind wir auf 58°21,9’N 023°38,7’E.



Der Sonnenaufgang ist schön anzusehen, jedoch zeigt der Himmel schon die ersten Anzeichen des angekündigten Wetterwechsels. Der Wind passt und beginnt erst am Morgen wieder zuzunehmen.

Wir sind inzwischen in Höhe von Heltermaa, unserem geplanten Zielhafen. Wir entscheiden uns auf Grund des noch guten Wetters für die Weiterfahrt. Später nimmt der Wind wieder zu, bleibt jedoch zunächst noch auf Süd. In Böen haben wir später bereits wieder 28 Knoten Wind.
Wir steuern die Püssirahu-Passage an, eine Durchfahrt durch ein großes Riff vor der Küste.
Dort bergen wir die Segel und motoren die letzten Meilen Richtung Kärdla, unserem jetzigen Ziel für den heutigen Tag.


Um 10.20 Uhr passieren wir die Mole von Kärdla und sind kurze Zeit später fest. Die Marina ist sehr übersichtlich gefüllt, der Hafenmeister empfängt uns auf dem Steg und hilft beim Anlegen.

Das Zeremoniell des Anlegers wird auch am Vormittag nicht ausgesetzt, anschließend, nach dem Check In ruft die Koje, um ein wenig Schlaf nachzuholen.
Am Nachmittag regnet es, in den Wanten pfeift der Wind. Wir haben einen guten Liegeplatz und werden morgen mal schauen, wie es weiter geht…
11.08.2026
Kärdla
Nach dem gestrigen abendlichen Wettercheck ist es eigentlich klar, wir machen einen Hafentag. Am Morgen ist es jedoch sehr ruhig. Doch wie heißt es so schon, die Ruhe trügt…


Kurze Zeit später beginnt es im Rigg zu pfeifen und der zusätzliche Blick auf die Wetterkarte bestätigt unsere Entscheidung, heute hier zu bleiben.

Während die Crew eine Fahrradtour über die Insel macht, hat der Skipper wieder Zeit für das obligatorische Bürothema…
12.08.2026
Kärdla
Am Morgen bläst es weiterhin kräftig im Rigg. Es sind zwar keine 35 Knoten mehr, jedoch kommt hier niemand auf die Idee, auszulaufen. So wird erneut die Gelegenheit genutzt, die Insel Hiiumaa und das Umfeld von Kärdla zu erkunden.


Am Abend gibt es das versprochene Sonnenspektakel. Es kommen viele Menschen in das Hafengebiet, um gemeinsam die Partielle Sonnenfinsternis zu erleben.


Wir beenden diesen Abend anschließend erneut mit einem Saunagang und gehen in die Kojen, da es morgen früh etwas früher wird…
13.08.2026
Kärdla nach Käsnäs 69,5 sm
Um 06.00 Uhr klingelt der Wecker. Der Weckton wird begleitet von einem bezaubernden Vogelgezwitscher an Deck. Unzählige Schwalben haben unser Schiff für sich entdeckt und plaudern munter vor sich her. Wir frühstücken, checken noch einmal das Wetter und legen ab.


Es ist 07.45 Uhr, als wir das gastfreundliche Kärdla verlassen. Der schwache Wind lässt zunächst kein Segeln zu, trotzdem setzen wir unser Großsegel und gehen auf Kurs Nord…


Später bergen wir das Großsegel wieder, da bei der kommenden Windstille das Schlagen des Segels auch nicht gerade angenehm ist.
Am Nachmittag haben wir den Hauptverkehrsweg mit einiger Schifffahrt passiert und laufen in finnische Hoheitsgewässer ein. An Steuerbord passieren wir Hanko und laufen in das Schärengebiet ein.


Wir verlassen das Hautfahrwasser und folgenden einem ausgewiesenen Verkehrsweg für Sportboote. Gegen 17.30 Uhr beginnt ein wenig Wind zu wehen. Wir setzen die Genua und segeln raumschots durch die Schären weiter.


18.00 Uhr gibt es ein ausgiebiges Abendessen an Bord im Cockpit, während wir mit dreieinhalb Knoten weiter durch die Schärenlandschaft segeln. Eineinhalb Stunden später hat sich das mit dem Wind wieder erledigt. Die letzten Meilen fahren wir weiter mit Motor.


Um 20.10 Uhr haben wir in Käsnäs nach 69,5 sm festgemacht. Die Hafengebühr bezahlen wir im Restaurant, wo wir auch den Code für alle Serviceeinrichtungen erhalten. Damit ist auch der Saunagang an diesem Abend um 21.00 Uhr gesichert…

14.08.2026
Käsnäs nach Turku 39,5 sm
Das Zwitschern der Schwalben weckt uns erneut, diesmal in Käsnäs. Wir frühstücken und sind gegen 09.00 Uhr startklar.


Der Wettercheck spricht von schwachen Winden aus Südwestlichen Richtungen. Wir legen ab und sind zunächst unter Motor unterwegs. Wir passieren ein traumhafte Schärenlandschaft und habe sogar Begegnungen mit der Berufsschifffahrt.

Es kommt sogar der Moment, wo wir unsere Genua setzen und segeln. Jedoch ist die Windabdeckung durch die Schären so prägnant, das unser Segelversuch nach drei Seemeilen wieder beendet ist.


Das bleibt bis Turku so. Wir tanken noch einmal Diesel und laufen kurze Zeit später in den Aurajoki ein. Wir passieren das Meereszentrum FORUM MARINUM und finden kurze Zeit später einen schönen Liegeplatz in bester Lage in Turku.


Um 16.50 Uhr sind wir fest. Wieder hat eine vielseitige Törnwoche ihr Ende gefunden. Nach dem Check-in folgt der Anleger mit dem Saunagang. Beim Abendessen stellen wir fest, dass wir in ein lebhaftes Wochenende in Turku gekommen sind, der Paavo Nurmi-Marathon mit über 6000 Teilnehmern aus 60 Ländern findet statt. Hinzu kommt die Veranstaltung „Das Meer kommt in die Stadt“, organisiert vom FORUM MARINUM…


Damit ist der morgige Crewwechsel auch würdig umrahmt und bietet neben einem interessanten Abschied auch einen guten Start in die neue Törnwoche…