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21.05. bis 04.06.2011

Rügen nach Stavanger

       
21.05.2011

Am frühen Nachmittag haben wir in Breege unsere SY "Stella Sophia" übernommen und begonnen, sie für die große Reise vorzubereiten und auszurüsten. Den Abend beschließen wir mit einem gepflegtem Bier und Gesprächen über unsere bevorstehende Reise...

 

  Breege/Rügen
22.05.2011

Den Vormittag verbringen wir mit weiteren Reisevorbereitung. Gegen 13.00 Uhr hole ich die restliche Crew in Bergen ab. Kurze Begrüßung, Einweisung und Creweinkauf. Eine Gewitterfront ist im Anmarsch. Wir warten diesen Schauer noch ab und legen um 17.30 Uhr in Breege ab. Wir sind unterwegs. Im Schlepp ein "kleines" Beiboot als Erinnerung an zu Hause und das Versprechen, sicher zurück zu kommen. Gegen 20.00 Uhr sind wir in Kloster auf Hiddensee fest. Im Päckchen an der SY "Mona Lisa". An Bord alte Freunde der SG Fraternitas aus Berlin. Wir essen Abendbrot im "Hitthim" und dann noch ein gemütlicher Plausch an Bord. Die Nacht endet auf der "Mona Lisa", wo wir neben den alten Erinnerungen auch über heute und neue Ideen für morgen reden...

 

  nach Kloster

12,0 sm

23.05.2011

05.00 Uhr Wecken und Frühstück. Um 07.00 Uhr sind die Leinen los, die Segel gesetzt und wir sind auf Kurs. Es wird ein sehr schöner Segeltag mit Halbwind- und später Raumschotkurs. Unterwegs sind wir der Rastplatz für eine verirrte Ziertaube. Nach 3 Stunden Pause und guter Versorgung an Bord fliegt sie weiter, nicht ohne noch einmal eine Ehrenrunde um unsere Yacht zu fliegen. Gegen 16.30 Uhr sind wir nach gut 60 sm im Falsterbokanal fest. Wir haben ein wenig Pause, machen einen kleinen Imbiss und geniessen die Ruhe im Kanal. Um 18.00 Uhr passieren wir die Brücke, wieder die Segel gesetzt und weiter Richtung Norden. Um 22.00 Uhr laufen wir in Kopenhagen ein und sind gegen 22.45 Uhr in Christianshavn fest.

 

  nach Kopenhagen

83,0 sm

24.05.2011

Kopenhagen ist immer einen Besuch wert und die Crew nutzt die Zeit für einen ausgedehnten Landgang. Das Wetter soll heute in unserer Richtung stürmisch und unwirtlich werden - also rein in das Leben der Weltstadt. Ich nutze die Zeit, um meinen Segelfreund Bernd wieder zu treffen, welcher seit längerem bei Kopenhagen lebt und hier glücklich ist.

 

  Hafentag
25.05.2011

Das Wetter ist noch durchwachsen und es weht ein böiger Westwind. Um 09.15 Uhr legen wir in Kopenhagen ab. Das 2. Reff in das Großsegel, die Genua etwas kleiner.  Wir sind wieder unterwegs und die Logge zeigt gute 8 - 9 Knoten an. Gegen 13.00 Uhr laufen wir in Helsingör ein und finden einen sicheren Liegeplatz. Mittagssnack an Bord, Einkaufsliste erstellt und Landgang. Und einen Internetanschluß....

 

  nach Helsingör

24,0 sm

26.05. - 27.05.2011

Nach einem ausgiebigem Frühstück legen wir um 08.30 Uhr ab. Vor uns eine längere Etappe durchs Kattegat. Der Wetterbericht verspricht eine gute Raumschotfahrt bei südöstlichen Winden von Bft. 5 - 6. Unterwegs haben wir zwei nette Begegnungen mit Schweinswalen, welche uns im Kielwasser begleiten. Gegen Mitternacht sind wir ca. 15 sm vor Hals, der Einfahrt in den Limfjord. Um 02.30 Uhr passieren wir Hals und segeln weiter in Richtung Aalborg. Um 05.00 Uhr passieren wir die beiden Aalborger Brücken und machen kurze Zeit später im Gästehafen fest. Dem obligatorischen Anleger folgt die verspätete Nachtruhe.

Zum Mittag dann aufstehen, Frühstück und die Entscheidung, noch weiter in den Limfjord zu fahren. 14.15 Uhr legen wir ab. Zunehmender Westwind und Strom von vorne. Gegen 19.00 Uhr sind wir nach weiteren 26 sm in Løgstør im Kanalhafen fest. Inzwischen ein handfester Starkwind und wir in der Geborgenheit des Hafens...

 

  nach Aalborg und weiter nach Løgstør

142,0 sm

28.05.2011

Das Wetter ist unverändert frisch und windig. Wir legen gegen 08.30 Uhr ab und setzen kurze Zeit später die Segel, 2.Reff und kleine Genua. Dann gehen wir auf die Kreuz, denn unser Ziel ist erneut dort, wo der Wind herkommt. Trotzdem kommen wir im Løgstør-Bredning, so heißt dieser Teil des Limfjordes, gut voran. Um 15.20 Uhr bergen wir unser Segeltuch und sind 10 min später in Nyköbing auf der Insel Mors fest. Dem Anleger folgt der Regen. Und der Regen bleibt....

 

  nach Nyköbing Mors

35,0 sm

29.05.2011

Nach dem Frühstück haben wir einen netten Plausch mit Christian, dem Hafenmeister von Nyköbing / Mors. Thema natürlich Segeln, das Wetter und wieder Segeln. Christian hat uns den Internetzugang des Segelclubs ermöglicht, so das Webseite, Mails und Wetter gecheckt werden konnten. Später legen wir ab. Aus dem sonnigen Morgen wird wieder ein bedeckter Tag mit Regen. Zunächst ein Paar Motormeilen und später können wir dann bis Thyborøn segeln. Um 16.00 Uhr sind wir fest. Der Hafen sehr übersichtlich belegt und für uns der Absprungpunkt nach Norwegen. Landeinfall, ein Paar Schritte im Ort und am Nordseestrand und ein gemütlicher Abend an Bord ...

 

  nach Thyborøn

34,0 sm

30.05. - 31.05.2011

Am Vorabend habe ich mir von meinem Sohn Martin noch einmal die aktuellen Wetterdaten geholt, da die Wetterinformationsquellen in Thyborøn noch im Ruhezustand waren. Am frühen Morgen dann um 06.00 Uhr nach einem kräftigem Frühstück die Leinen los. Mit uns gehen auch einige andere Yachten auf Nordkurs. Zunächst Sonnenschein und guter Wind aus SW mit 4 -5 Bft. Später dann bezieht sich der Himmel, der Wind nimmt ab und die alte Westdünung der letzten Tage läßt uns zur Aralfock greifen. 5 Stunden später dann erneut Wind, diesmal aus Südost und langsam zunehmend. Der SE bringt auch den Regen mit. Die Nordsee zeigt sich von ihrer unangenehmen Seite. Böiger Wind mit 5 - 6 Bft., in Spitzen 7. Dazu Regen und neue Welle gegen alte Dünung. Gegen Mitternacht dann das Feuer von Cup Lista in Sicht. Norwegen voraus. Es folgen noch 5 Stunden in kabbliger See und dann laufen wir in den Egersund ein. Die Überfahrt ist geschafft, die Heizung läuft und der Grog schmeckt...

Der Nachmittag gehört der Erkundung von Egersund und der Erledigung einige notwendiger Dinge. Unter anderem sind wir jetzt auch direkt an Bord über unser neues Bordtelefon zu erreichen (Rufnummer +47 989 99 66 3).

 

  nach Egersund

123,0 sm

01.06.2011

Nach einem kleinen Einkauf und einem guten Frühstück legen wir um 10.45 Uhr ab. Südwind ist angesagt und das ist genau das Richtige für uns. Zunächst folgen wir dem Egersund Richtung Nordwest und sind dann später wieder auf der offenen See. Wir haben die Genua gesetzt und sind mit 7 bis 8 kn unterwegs. Der Wind hat zeitweise 6 Bft und ist böig. Später dann wieder der schon gewohnte Nieselregen. Langsam baut sich auch wieder eine gute Welle auf und wir geniessen die Rauschefahrt trotz des Regens. Um 20.00 Uhr sind wir in Stavanger Vägen fest. Da hier nichts nach Service aussieht, verholen wir noch einmal 500 m weiter und machen in der Marina Boreviga fest. Dort haben wir wenigstens Strom und Duschen und WC sind vorhanden. Wir essen noch Abendbrot an Bord, machen den Törnplan für den nächsten Tag fertig und erkunden das nächtliche Stavanger...

 

  nach Stavanger

55,0 sm

02.06.2011

Wir wollen die gewonnene Zeit nutzen und heute in den berühmten Lysefjord fahren. Um 08.00 Uhr verlassen wir Stavanger und motoren in Richtung Lysefjord. Bald sind wir in einer wildromantischen Landschaft angekommen und lassen uns durch die Natur  verzaubern. In Bergevig am Eingang zum Lysefjord bunkern wir noch einmal Kraftstoff und finden schon einen Liegeplatz für den Abend. Dann fahren wir in den Lysefjord. Die Eindrücke lassen sich nicht mit Bildern festhalten. In verhaltener Ruhe fahren wir bis hinter den Preikestolen. Dunst und Nieselregen schränken den Blick ein und die niedrige Wolkendecke verhindert die Sicht auf den Preikestolen. Trotzdem ist es eine imposante und eindrucksvolle Fahrt entlang der steilen Felswände, welche in den Wolken verschwinden. Später dann machen wir in Bergevig fest, noch ganz beeindruckt von dem gesehenen. Spaziergang in malerische Kulisse, und dann die Angeln raus und Abendbrot besorgen...

 

  in den Lysefjoed und nach Bergevig

27,0 sm

03.06. - 04.06.2011 Am frühen Morgen weckt uns ein Panorama aus tiefen Wolkenschleiern in den Bergen und spiegelglattem Wasser. Ein beschauliche Stille und wir frühstücken in aller Ruhe. 08.15 Uhr legen wir ab Richtung Stavanger, Ein Crewmitglied reist bereits heute ab, so das wir zum späten Vormittag da sein wollen. Abschied und das Versprechen auf ein Wiedersehen. Wir anderen legen dann wieder ab und lassen uns im Fjord treiben. Eine gute Angelstelle ist auch schnell gefunden und bereits 10 Minuten später das Mittag für heute an Deck. Mit Hilfe der Genua klären wir schnell die Ausweichregeln im immer lebhafter werdenden Fjord und dann wird genüsslich der Fang von vor  30 Minuten verspeist. Um 14.00 Uhr fahren wir zurück nach Stavanger. Fest im Gästehafen Boreviga, noch ein Paar Absprachen für den heutigen Tagesverlauf und dann geht die Crew an Land. Ich nutze die Zeit, um einige mittlerweile überfällig gewordene Kontrollen und Reparaturen zu erledigen.

Der erste Törnabschnitt unseres Norwegentörns geht zu Ende. Am Ende stehen 553 sm im Logbuch. Auch wenn das Wetter nicht immer urlaubsgerecht war, habe wir eine schöne und erlebnisreiche Fahrt durch drei unser benachbarten Ostsee- und Nordseeanrainer gemacht und unseren Törnplan eingehalten. Neben der faszinierenden Landschaft ist es auch immer wieder die Gastfreundschaft unserer Gastgeber, welche beeindruckt und zum Wiederkommen einlädt.

  nach Stavanger

18,0 sm

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Copyright C 2009     Stand : 05.10.11