29.08.2026
Der Wetterbericht hat es angekündigt. Mitternacht hat der Wind zugenommen und seit 05.00 Uhr regnet. Der schwedische Wetterdienst warnt vor heftigen Regenfällen.


Wir frühstücken um 08.00 Uhr und bereiten den Abschied vor. In einer Regenpause heißt es dann schnell, Abschied nehmen und halbwegs trocken zum Zug und zum Auto kommen.
Ich habe jetzt erneut die Zeit zur Vorbereitung der Yacht für die nächste Etappe. Das größte Problem ist natürlich nicht nur der Regen draußen, sondern damit verbunden auch die hohe Luftfeuchtigkeit im Schiff. Aber irgendwie findet sich für alles eine Lösung und zum Nachmittag ist der Wind soweit runtergegangen, das ich die Regenplane (welche als Sonnensegel konzipiert ist) anbringen kann. Damit wird der Niedergang trocken und ist vor dem Regen geschützt.

Und wie das im Leben so ist, um 17.00 Uhr kommt die neue Crew auf den Steg und der Regen hört auf…
30.08.2026
Nynäshamn nach Trosa 24,5 sm
Nach einer ruhigen Nacht beginnt der Tag mit Sonne. Jedoch gibt es auch einen Wetterbericht, der für den Tagesverlauf erneut Wind und Regen ansagt.


Unser erstes Frühstück für diesen Törn findet um 08.00 Uhr statt. Nebenher besprechen wir den Tag und entscheiden uns für ein Auslaufen und ein Törn nach Trosa, ein kleines, typisch schwedisches Städtchen mit viel Flair aus alten Zeiten…

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung legen wir um 09.45 Uhr ab und verabschieden uns von Nynäshamn. Zunächst motoren wir einige Meilen Richtung Süden, bevor wir dann nach Wesen abfallen können und später auf nordwestlichen Kurs nach Trosa gehen. Der Wind hat gut zugelegt und die alte Welle von gestern ist auch noch da. Wir passieren die schmale Durchfahrt nördlich der Insel Öja und setzen die Genua. Ab jetzt wird gesegelt. Inzwischen regnet es auch wieder.



Erst in Einfahrt nach Troja bergen wir die Genua und motoren die letzte Meile in den Hafen an der Flußmündung. Es gibt Liegeplätze in Überzahl. Wir machen längsseits fest und sind angekommen. Es ist 15.00 Uhr.


Der Rest des Tages gehört der Entdeckung dieses fast malerischen Ortes und den Besuch eines wunderschönen Lokal für ein gutes Abendessen…





31.08.2026
Trosa nach Arkösund 38,5 sm
Wir sind heute etwas früher aufgestanden. Das ist dem Wetter und der geplanten Distanz geschuldet. Um 07.00 Uhr gibt es Frühstück an Bord. Der Himmel ist noch bedeckt und es pfeift ganz schön im Rigg.

Um 08.25 Uhr legen wir ab. Mit uns hat auch eine schwedische Yacht abgelegt, welche den gleichen Kurs hat wie wir.

Zunächst motoren wir durch die wunderschöne Schärenlandschaft. Der Wind bläst noch mit 20 Knoten und zwar genau aus der Richtung, in die wir wollen. Das nehmen wir in Kauf, entschädigt uns doch die Landschaft.



Hinzukommt, das der Himmel langsam aufklart. Das mit der Windrichtung können wir am heutigen Tag nicht mehr ändern. Dazu kommt, das er im Laufe des Nachmittag schwächelt.



Am Nachmittag erreichen wir unser heutiges Tagesziel. Wir machen uns klar zum Anlegen und haben die Qual der Wahl. Mit uns sind es dann zwei Gastlieger in Arkösund.



Um 15.05 Uhr sind wir fest. Der Anleger schmeckt. Das Wetter passt, nur der Schwell der vorbeifahrenden Boote bringt ab und zu noch ein wenig Unruhe an Bord…

01.09.2026
Arkösund nach Idö 51,0 sm
Ein sonniger Morgen weckt uns und stimmt uns auf den Tag ein. Wir frühstücken wie gewohnt um 08.00 Uhr und schauen noch einmal auf das Wetter. Zunächst haben wir kein Wind und dann später den Wind, welchen wir nicht gebrauchen können, Südwind.


Es ist 09.25 Uhr, als wir uns von Arkösund verabschieden. Wir klaren auf an Deck und gehen auf Kurs durch die imposante Schärenlandschaft der Ostküste Schwedens.


Wir passieren erneut die Tonne „Kejsaren“, welche ich bereits vor einigen Wochen passiert habe auf unserem Törn vom Götakanal nach Visby. Der erste Kreis der diesjährigen Ostseereise hat sic also geschlossen…



Ab Mittag bezieht sich der Himmel und lässt imposante Wolkenbilder entstehen. Wir haben zunächst als Törnziel für heute Flatvarp gewählt, da wir aber weiterhin unter Motor unterwegs sind, entscheiden wir uns für die Weiterreise nach Idö. So können wir einige Meilen Richtung Süd gutmachen.


Es ist 18.15 Uhr, als wir in Idö fest sind. Wir sind die zweite Yacht in diesem schönen Inselhafen. Wir checken ein, genießen unseren Anleger, bereiten unser Abendessen vor und machen noch einige Foros, bevor später die Sonne die Nacht einläutet…


02.09.2026
Idö nach Oskarshamn 35,0 sm
Nach einer ruhigen und beschaulichen Nacht frühstücken wir in aller Ruhe wie gewohnt um 08.00 Uhr. Wir haben heute eine kürzere Distanz geplant und wollen auf der Festlandseite der Ostküste bleiben, damit wir noch ein wenig segeln können und morgen nicht eingeweht werden auf Öland. Die angesagte Windrichtung (West, später auf Südwest drehend stimmt uns zumindest optimistisch.

Um 09.20 Uhr legen wir ab und verabschieden uns von Idö und den schwedischen Seglern. Nachdem wir alles aufgeklart haben, setzen wir die Segel und gehen auf Kurs.


Zunächst folgen wir dem Schärenfahrwasser, entscheiden uns jedoch recht schnell, das Schärenfahrwasser zu verlassen und auf die offene See zu gehen, damit wir die Gunst des Windes noch ein wenig nutzen können. Gegen 13.30 Uhr ist der Wind soweit eingeschlafen und hat auf Südwest gedreht. Wir starten unseren Motor und fahren die letzten Meilen gegenan Richtung Oskarshamn. Der Wind nimmt zwar wieder zu und ein Regenschauer reinigt noch unser Deck, wir setzen aber keine Segel mehr.


Um 16.00 Uhr sind wir im Stadtzentrum von Oskarshamn fest. Ein Liegeplatz ist schnell gefunden, wir checken ein und huldigen Rasmus für den heutigen schönen Segeltag. Später heißt es einkaufen, Vorräte auffüllen und Oskarshamn kennenlernen…

03.09.2026
Oskarshamn nach Borgholm 27,0 sm
Erneut haben wir am Morgen blauen Himmel und besten Sonnenschein.

Wir nutzen die Gelegenheit für einige Besorgungen und legen um 11.00 Uhr ab,

Nach dem Aufklaren setzen wir an der Hafenausfahrt die Genua und gehen auf Kurs. Inzwischen hat sich der Himmel schon ein wenig bezogen. Der Wind weht moderat und aus der richtigen Richtung, fast West.


Für den Spätnachmittag ist dann etwas mehr Wind angesagt. Wir können einen guten Am-Wind-Kurs segeln, passieren einige Leuchttürme und werden später von abflauendem Wind überrascht. Die letzten Meilen nutzen wir den Motor. Der Wind hat inzwischen gedreht auf Süd und nimmt wieder markant zu. Der erste Regen geht durch…


Gegen 16.00 Uhr laufen wir in die Ansteuerung von Borgholm. Der Hafen liegt in der Abdeckung der Küste und Wind und Wellen sind mit einem Mal weg. In aller Ruhe bereiten wir unser Anlegemänover vor und sind um 16.15 Uhr fest. Es ist kaum was los im Hafen. Wir machen uns ehrlich, trinken unsere Anlegeschluck und nutzen die Regenpause für einen Spaziergang…


04.09.2026
Borgholm nach Kalmar 20,0 sm
In der Nacht hat es geregnet.


Am Morgen weht es noch recht frisch, aber wir haben eine segelbare Windrichtung aus Westsüdwest. Wir frühstücken um 07.30 Uhr und checken noch einmal das Wetter.


Um 09.10 Uhr legen wir ab. Draußen hat der Wind noch um die 20 Knoten und ist böig, Tendenz etwas abnehmend. Wir setzen nur die Genua, leicht gerefft und gehen auf Am-Wind-Kurs. Wir sind zügig unterwegs und segeln zunächst einmal quer über den Kalmarsund.


Nach der Wende haben wir genug Höhe, um mit einem Schlag bis kurz vor die große Kalmarsundbrücke zu segeln. Inzwischen haben wir ausgerefft. Vor der Brücke dreht der Wind wieder auf Südwest, so das wir für die letzten drei Seemeilen den Motor nutzen.

Gegen 12.45 Uhr laufen wir in Kalmar ein. Zunächst steuern wir die Tankstelle an, dann verholen wir in den Gasthafen und finden einen ruhigen Liegeplatz direkt im Innenhafen.


Als wir fest sind und unseren Anleger genießen, fängt es wieder an zu regnen. Das stört uns jedoch nicht, es lockt die Stadt mit vielen Eindrücken und für den Skipper die Waschmaschine für den Waschtag…