Logbuch 13.07. bis 20.07.2025

13.07.2025

Aarhus Hafentag

Am Morgen verabschiede ich mich von meiner Crew und bereite die Yacht für die kommende Woche vor.

Am frühen Nachmittag sind wir komplett. Nach der Begrüßung an Bord lernen wir uns bei einem Kaffee mit typisch dänischen Süßteilchen kennen. Anschließend gibt es den Creweinkauf im fußnahem Supermarkt. Es folgt die Sicherheitseinweisung. Den Rest des Tages verbringen wir in der nahegelegenen Stadt und bei einem gemütlichen Abendessen…

14.07.2025

Aarhus nach Langør

34,5 sm

Ein sonniger Morgen beginnt und verspricht schönstes Sommerwetter.

Wir frühstücken und machen eine kurze Einweisung in den Tag. Wir wollen nach Ballen auf Samsø.

Das Wetter verspricht, auf unserer Seite zu sein.

Um 10.00 Uhr legen wir ab. Gleich hinter der Hafenausfahrt setzen wir die Segel und gehen auf Kurs.

Leider hat der Wind noch nicht die angesagte Windrichtung, so dass wir zunächst mit südöstlichem Kurs unterwegs sind.

Später dreht der Wind Richtung Nord und wir können unseren Kurs in unsere Wunschrichtung korrigieren. Vor Samsø kreuzen wir noch einmal, um das nördliche Riff sicher zu umfahren. Der Wind schwächelt unterwegs immer wieder, so dass wir uns im Interesse der Zeit entschieden, bereits in Langør unseren Törn zu beenden. Wir passieren noch die Robbeninsel Bosserne und setzen anschließend den Kurs auf die Einfahrt nach Langør ab.

Um 18.00 Uhr sind wir in Langør fest. Der Hafen ist erneut überraschend leer, so dass unsere Liegeplatzsuche schnell erledigt ist. Unsere Törnyacht ist mit uns eingelaufen. Den Anleger genießen wir gemeinsam bei uns an Bord.

Nach dem Hafencheck in bereiten wir einen Grillabende vor und erleben einfach ein schönes Kontrastprogramm zu Aarhus, Grillen am Strand, Ruhe und ein wunderschöner Sonnenuntergang…

15.07.2025

Langør nach Odden Havn

28,5 sm

Nach einer superruhigen Nacht beginnt ein schöner Morgen mit einem spiegelglatten Meer.

Die Sonne scheint, jedoch ist es dunstig und Nebelschwaden ziehen in der Ferne vorbei. Wir frühstücken und checken das Wetter.

Es soll nach 11.00 Uhr besser werden, das heißt, segelbar, werden, so dass für uns für ein Auslaufen nach 11.00 Uhr entscheiden.

Um 11.30 Uhr legen wir ab. Es weht ein schwacher westlicher Wind. Wir fahren durch die Inselwelt von Nordsamsø und setzen anschließend die Segel. Das Ganze funktioniert 2,5 Seemeilen, dann wird klar, das wir heute mit diesem Tempo nicht mehr ankommen.

Hinzu kommt, dass die Wetteraussichten für den Spätnachmittag nicht besonders gut sind (Regenschauer und Gewitter). So starten wir den Motor und gehen auf direktem Kurs zur Durchfahrt durch das Sjællands Rev, das Snekkeløb.

Nachdem wir das Riff passiert haben, ändern wir unseren Kurs nach Südosten und fahren direkt hinein in den Regen. In der Ferne grummelt es dazu. Wir haben Glück und erleben nur den Regen.

In Odden Havn fahren wir bis in den Fischereihafen und machen dort fest. Nach Rücksprache mit dem Hafenmeister dürfen wir dort liegen bleiben. Es ist 16.45 Uhr. Der Regen und das Gewitter sind durch, der Anleger im Cockpit schmeckt wie immer gut. Eine halbe Stunde später ist unsere Flottillenyacht ebenfalls da.

Der Rest des Tages gehört dem Einkauf im Supermarkt und der Erkundung dieses schönen Ortes an der Küste des Kattegats…

16.07.2025

Odden Havn nach Gilleleje

34,0 sm

Es hat die Nacht durchgeregnet. Der Wetterbericht verspricht Besserung und Wind aus West, zunächst mit fünf Windstärken, später abnehmend.

Wir frühstücken, machen noch einmal ein Routenbriefing mit dem Nachbarschiff und starten um 10.00 Uhr Richtung Kattegat.

Noch im Hafen klaren wir auf, da uns draußen bereits etwas Seegang erwartet. Hinter der Mole setzen wir die Genua und gehen auf Kurs.

Der Regen ist inzwischen Geschichte. Der Westwind bringt uns gut voran. Später nimmt der Wind und die See etwas ab, jedoch können wir bis vor die Einfahrt von Gilleleje segeln.

Um 16.05 Uhr bergen wir die Genua und laufen ein. Diesmal haben wir Glück und finden im alten Fischereihafen in bester Lage einen Längsseitsliegeplatz. Kurze Zeit später haben wir unser Begleitschiff im Päckchen.

Wir danken Rasmus für den schönen Segeltag und nutzen die frühe Ankunft für den Besuch im Fischladen für ein kleines Fischbüfett heute zum Abendessen an Bord. Der nahe Supermarkt hilft der Ergänzung unserer Vorräte.

Der leichte Nieselregen beim Anlegen ist vorbei, so das dem Landgang und einem schönen Abend hier in Gilleleje nichts mehr im Wege steht…

17.07.2025

Gilleleje nach Helsingør

12,5 sm

Wir haben uns entschlossen, heute einen kurze Törnabschnitt zu machen. Unser Tagesziel ist Helsingør, nur 12 Seemeilen weiter südöstlich am Eingang zum Öresund.

Da der Wind gegen Mittag einschlafen sollen, frühstücken wir etwas früher, klaren auf und sind um 09.45 Uhr unterwegs.

Gleich hinter der Hafenausfahrt gehen die Segel hoch. Der Nordwind bringt uns gut bis vor Hornbæk, dann beginnt es zu schwächeln.

Wir segeln noch eine Seemeile weiter, entscheiden uns dann jedoch für den Motor.

Um 13.15 Uhr sind wir fest in Helsingør. Ein Liegeplatz ist kein Problem, da die Gästepier noch frei ist.

Wir genießen unseren frühzeitlichen Anleger. Die Crew bereitet den Landeinfall vor und geht auf Erkundung in den vielgeschichtlichen Ort, während der Skipper die zur Verfügung stehende Zeit für einen Check der Yacht und für Büroarbeiten nutzt…

18.07.2025

Helsingør nach Malmö

34,0 sm

Es ist windstill und die Sonne ist bereits tatkräftig im Einsatz.

Um 07.30 Uhr ist Wecken an Bord. Später frühstücken wir und mach einen Wettercheck. Der Tag sieht nach einem Motortörn aus. Wir haben in Helsingør noch eine Tankstelle, welche wir als erstes anlaufen. Nachdem aufgetankt ist, laufen wir aus.

Es ist 10.00 Uhr, als wir die Mole Richtung Süd passieren. Wir fahren am Schloss Kronborg vorbei und sehen zu, dass wir nicht in das Fährenspektakel gelangen.

Um 10.30 Uhr setzen wir die Segel. Entgegen den Vorhersagen weht ein guter zweier bis dreier Wind aus Süd. Wir können uns zunächst gegen den Nordstrom gut behaupten.

In Höhe der Insel Ven wird es jedoch interessant. Der Strom ist fleißig gegen uns. Wir entscheiden uns für eine Motorabschnitt.

Eineinhalb Stunden später setzen wir wieder die Segel und können bis zu unserem heutigen Tagesziel durchsegeln. Erst in der Einfahrt nach Malmö bergen wir die Segel und fahren die letzten Kabellängen mit Motor. Um 17.15 Uhr sind wir fest.

Wir treffen überraschend auf Segelfreunde aus Lauterbach und freuen uns natürlich. Der Anleger fällt daher etwas umfangreicher aus und der Abend in Malmö wir sicherlich noch einiges im Angebot haben…

19.07.2025

Malmö nach Dragør

12,5 sm

Der Morgen beginnt erneut mit viel Sonne und Windstille.

Wir frühstücken im Cockpit und besprechen den heutigen, letzten Segeltag an Bord. Es sieht nicht gut aus betreffs des Windes, dafür Sonne pur…

Um 10.00 Uhr verlassen wir das gastliche Malmö. Vor uns hat gerade die Fähre abgelegt, so das wir in Ruhe trotzt des schwachen Windes die Segel setzen und in Richtung Südwesten auf die Öresundbrücke zusteuern.

Das funktioniert für die nächsten vier Seemeilen, dann ist das Meer spiegelglatt und der Windmesser zeigt bewegt sich zwischen Null und zwei Knoten.

Wir bergen die Genua und motoren durch die Öresundbrücke.

Die Hoffnung auf Wind stirbt, hinter der Brücke sieht es genauso aus. So setzen wir unseren Kurs direkt auf unseren Zielhafen ab, wo wir gegen 12.45 Uhr einlaufen. Es beginnt die „entspannte“ Suche nach einem Liegeplatz. Zehn Minuten später werden wir fündig und nutzen sofort die Gelegenheit zum Einparken. Wir haben eine Box mit 4,10 m Breite gefunden. Das ist hier schon eine Ausnahme, da die meisten Boxen deutlich unter vier Meter breit sind.

Größere Yachten, welche nach uns einlaufen, beginnen mit dem Päckchenbauen…

Um 13.00 Uhr sind wir fest. Eine weitere Törnwoche geht zu Ende. Das Törnziel ist erreicht, die Sonne lockt zum Baden. Wetter und Crew haben gepasst. Ein neuer Crewwechsel steht bevor…

Am Sonntag übergebe ich die Yacht an meinen Co-Skipper, welcher für eine Woche im Revier unterwegs sein wird. Ich melde mich wieder online ab dem 27.07.2025, wenn wir mit der nächsten Crew wieder Richtung Norden aufbrechen…

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