Logbuch 22.08.-29.08.2021

23.08.-24.08.2021     Kuressaare nach Farösund     146,0 sm

Nach einem guten Frühstück und dem Wettercheck laufen wir aus und verbleiben mit unserem Flottillenschiff so, dass wir erst in vier Stunden eine Entscheidung treffen, ob wir durchfahren nach Gotland oder in Möntu noch einen Zwischenstopp einlegen.

Um 08.45 Uhr legen wir ab. Wir passieren die spannende Ausfahrt und setzen an der Ansteuerungstonne die Segel, Kurs Südwest Richtung Möntu.

Gegen Mittag checken wir noch einmal das Wetter und entscheiden uns für die Weiterfahrt nach Gotland. Wir bereiten uns für die Nachtfahrt vor, kochen Tee, machen uns belegte Brote und weitere kleine Leckerbissen für die Nachtfahrt durch die Zentrale Ostsee. Der Wind schläft kurzfristig ein und kommt zwei Stunden später wieder, um uns in unsere Wunschrichtung voran zu bringen. Nur mit der Genua gehen wir auf Westkurs.

Auf See erwartet uns ein fünfer Wind, welche im Laufe des Abends noch etwas zunimmt und in der Nacht einige Böen im Gepäck hat. Ein guter Seegang begleitet uns, es ist jedoch jederzeit beherrschbar und gut zu segeln. Gegen 04.00 Uhr am Morgen sind wir vor der östlichen Einfahrt in den Farösund. Um 04.10 Uhr bergen wir unsere Genua und laufen noch im Dunkeln ein. Es ist 05.45 Uhr, als wir nach 146 Seemeilen in Farösund fest sind. Unser Flottillenschiff ist kurze Zeit später auch fest in Farösund.

Geschafft, aber auch zufrieden genießen wir die verspätete Nachtruhe und verbringen den Rest des Tages im Urlaubs- und Entspannungsmodus.

Abends gehen wir in Farösund essen. Unser Flottillenschiff wird ab morgen auf südlichen Kurs gehen, während wir weiter segeln werden Richtung Nynäshamn, um am Wochenende eine neue Crew an Bord zu nehmen…

25.08.2021     Farösund nach Lauterhorn     6,5 sm

Ausschlafen stand auf der Tagesordnung, so dass es diesmal erst gegen 10.30 Uhr Frühstück gab. Anschließend klaren wir auf, verabschieden uns von unserem Flottillenschiff, welches uns bisher die gesamte Reise begleitet hat und wünschen ihnen eine gute Heimfahrt.

Um 12.35 Uhr legen wir ab. Sofort setzen wir die Genua uns segeln mit westlichem Kurs aus dem Farösund hinaus.

Unser Ziel ist heute sehr nah und auch ein guter Absprung für die nächste lange Etappe nach Nynäshamn. Vor der Einfahrt nach Lauterhorn bergen wir unser Genua und laufen ein. Es ist 13.20 Uhr, als wir fest sind.

Wir sind nicht alleine, es gibt noch zwei estnische Yachten hier und einige Wohnmobile. Jedoch nimmt uns sofort die Ruhe und Einsamkeit dieses Ort gefangen. Nach einem Mittagssnack gehen wir dann auf Erkundungstour entlang der weltberühmten Raukaküste Farös…

26.08.2021     Lauterhorn nach Ankarudden     73,0 sm

Der gestrige Wettercheck am Abend hat zu unserer Entscheidung geführt, den Wecker auf 00.00 Uhr zu stellen. Das Tiefdruckgebiet bringt einen Winddreher über Nord nach Nordost und der Wind nimmt im Laufe des Tages erneut zu bis zu sieben Windstärken. Und die kommenden zwei Tagen ähneln sich…

Mitten in der Nacht bereiten wir wieder Tee und entsprechende Essenpäckchen für die Überfahrt vor und sind auch schon klar zum Ablegen. Um 01.00 Uhr verlassen wir Lauterhorn. Es steht noch die Dünung vor Vortag auf See, jedoch der Wind passt überhaupt nicht dazu. So motoren wir mit Stützsegel und versuchen unseren Sollkurs von 330° zu halten. Später gesellt sich zu der alten Welle der neue Wind aus neuen Richtung und gestaltet die Überfahrt sehr abwechslungsreich.

Da wir unseren Sollkurs am Ende nur mit größter Höhe halten können und wir damit kaum noch vorankommen, entscheiden wir uns zum Ablaufen und passieren das berühmte Leuchtfeuer Landsort an unserer Steuerbordseite.

In der Abdeckung der Insel Öja hat sich das Thema Seegang sofort gelöst und wir fahren die letzten Meilen durch ruhiges Wasser Richtung unseres neuen Zielhafens – Ankarudden. Wir waren hier noch nie und wollen den Hafen mal testen. Wir sind neben einigen kleinen Fischer, der Ausflugsdampfer und dem Lotsen die Einzigen Gäste hier.

Es ist 13.15 Uhr, als wir angelegen. Der Hafen liegt sehr windgeschützt, jedoch gibt es hier keinen weiteren Service, außer der Gastpier und einem bereits geschlossenen Restaurant. Uns stört das nicht, haben wir doch bei diesem wechselhaften Starkwindwetter einem guten und sicheren Liegeplatz und bis Nynäshamn, unserem Etappenziel, ist es von hier nur noch einen „Katzensprung“.

Unseren Spaziergang verschieben wir heute, da es seit dem Nachmittag ohne Unterbrechung regnet…

27.08.2021     Ankarudden nach Nynäshamn     11,0 sm

Nach einer durchregneten Nacht ist es am Vormittag trocken. Wir haben ausgeschlafen und legen um 10.00 Uhr ab.

Wir wollen die Wetterruhe nutzen, um den Sprung nach Nynäshamn im Trockenen zu schaffen. Gerne hätten wir die Gegend noch ein wenig erkundet, jedoch lässt uns das Wetter wenig Spielraum.

Wir passieren die schmale Ausfahrt von Ankarudden, werfen noch einmal einen Blick auf Öja und fahren unter Motor in die noch aufgewühlte See auf der Luvseite von Öja.

Eineinhalb Stunden später sind wir in der Abdeckung und die See beruhigt sich.

Um 12.30 Uhr legen wir an der Tankstelle an und füllen unseren Dieselvorrat auf. Danach suchen wir uns einen guten Liegeplatz für die kommenden Tage.

Der Wind hat inzwischen noch mehr aufgefrischt und das wird sich in den kommenden Stunden auch nicht ändern. Wir werden morgen einen Hafentag machen und am Sonntag steht erneut ein Crewwechsel bevor…

Neugieriger Besuch an Bord…

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