25.08. bis 01.09.

25.08.2018

Frühstück, Schiff noch einmal auf einen besseren Liegeplatz verholen und anschließend Verabschiedung, so begann der Samstagmorgen. Es folgt das übliche Prozedere des Yacht aufklaren, Wäsche waschen, Vorbereitungen für die neue Crew treffen und natürlich Vorplanung für die nächste Woche, was macht vor allem das Wetter.

Am Nachmittag ist dann die neue Crew eingetroffen. Nach der Begrüßung machen wir zunächst den Einkaufscheck und sind im nächsten Supermarkt auf Shoppingtour. Am Abend folgt die erste Einweisung in die Yacht. Danach wir genießen das Flair von Göteborg bei einem guten Essen in der Altstadt…

26.08.2018

Um 08.00 Uhr ist der Frühstückstisch gedeckt. Der Wettercheck zuvor hat unsere Entscheidung bestätigt, heute eine längere Etappe Richtung Süden in Angriff zu nehmen. Für die bevorstehende Woche ist für Montag eine Starkwindphase angesagt und zum Wochenende reden wir über einen Sturm…

Um 09.20 Uhr legen wir ab. Das Auslaufen von Lilla Bommen aus durch Göteborg ist immer wieder spannend und durch vielfältige Eindrücke geprägt.

Vorbei an Göteborgs Zentrum, alten Werftanlagen, historischen Schiffen, neuen Wohngebieten am Wasser sowie dem Fährterminal geht es in Richtung Westen hinaus in die Schärenlandschaft Westschwedens.

Wir passieren die große Hängebrücke hinter dem Fährterminal und fahren durch den Göteborger Überseehafen. Vor unserer Kursänderung Richtung Süden passieren wir eine kleine Robbeninsel und erleben noch einmal geschäftiges Treiben der Robben.

Nach sieben Seemeilen setzen wir die Genua und gehen auf Südkurs.

Der Wind ist noch böig in den Schären und dreht entsprechend der Ufergestaltung immer etwas, aber wir kommen gut durch und sind bald am Leuchtturm Valö, von wo aus wir in das Kattegat abfallen können.

Der Wind kommt aus West, hat fünf bis sechs Windstärken und es steht eine gute Welle. Wir sind mit sieben Knoten und mehr unterwegs und kommen gut voran. Die Sonne scheint und das Segeln am Wind macht Spaß. Es wird eine schnelle Passage bis vor Varberg. Um 17.00 Uhr haben wir 48,5 Seemeilen absolviert und die Molenköpfen von Varberg passiert. Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,5 Knoten. Eine viertel Stunde später sind wir fest.

Ein schöner Segeltag zu Törnbeginn, ein guter Schluck zum Anlegen und die Sonne am Himmel verspricht zumindest einen imposanten Sonnenuntergang…

27.08.2018

Der Blick auf das Wetter  gibt eine klare Aussage für uns – wir bleiben heute hier.

Der Vormittag ist noch akzeptabel,  was den Regen betrifft und zum Nachmittag werden wir ordentlich mit Regenwasser versorgt. Trotz bleibt Zeit für einen Spaziergang in den Ort, die nahe gelegene Festung und dem Küstenweg Richtung Leuchtturm.

Auf dem Rückweg entdecken wir das städtische Schwimmbad  mit Sauna und damit ist das Nachmittagsthema auch geklärt – Sauna und Schwimmen unter freiem Himmel in einem Salzwasserfreiluftbecken (mit Regen von oben). Während dessen versuchen in der Bucht einige unverzagte Surfer, die richtige Dünungswelle zu erhaschen…

Abends läuft seit langem wieder einmal der Heizlüfter, um etwas Wärme in das Schiff und die Feuchtigkeit aus dem Schiff zu bekommen. Das Abendessen wird gemeinsam vorbereitet und zelebriert und so ist dieser Hafentag auch nicht ganz so schlecht ausgeklungen…

28.08.2018

Der Himmel ist noch bezogen, der Wind hat über Nacht wieder auf West gedreht und weht noch mit fünf Windstärken. Die Aussichten sind jedoch besser und so schmeckt das Frühstück noch mal so gut.

Um 09.00 Uhr legen wir ab. Noch im Hafen setzen wir das Groß und die Genua und sind unterwegs.

Es wird wieder ein schneller und schöner Segelschlag Richtung Süden. Vorbei an der schwedischen Küste sind wir auf Halbwindkurs unterwegs und genießen den Segeltag. Um 15.00 Uhr haben wir 40 Seemeilen abgesegelt und sind in der Hafeneinfahrt von Halmstadt.

Kurze Zeit später sind wir im Gasthafen fest.

Der Anleger ist wohl verdient und das Städtchen lockt für einen kleinen Landgang…

29.08.2018

Der Wetterbericht hat gute Aussichten für heute angekündigt. Wir genießen das zunächst mit einem ausgiebigen Frühstück. Um 10.40 Uhr legen wir ab.

Noch in der Ausfahrt des Hafens setzen wir das Großsegel. Nach dem Passieren der Mole kommt die Genua hinzu. Der schwache Wind aus Südost bringt uns gemächlich voran, Zeit für Angelversuche und entspanntes dahinsegeln. Die kleinen Makrelen, welche auf unserer Schleppangel anbeißen, werden wieder zurück ins Meer gesetzt. Zumindest ist der Nachweis erbracht, dass es Fisch gibt im Kattegat.

Später begleiten uns einige Schweinswale. Um 15.45 Uhr haben wir die 20 Seemeilen bis vor Torekov hinter uns gebracht (mit zwei Kreuzschlägen). Die Segel werden geborgen und wir laufen ein.

Wir tasten uns in das hintere Hafenbecken, wo es entgegen der Aussage des Hafenhandbuches im Teil bis zur Tankstelle gute 3,5 m tief ist. Damit haben wir dann auch einen hervorragenden Liegeplatz mit kurzen Wegen und guter Aussicht.

Torekov gefällt wieder einmal, ist ein wenig anders als die anderen Häfen.

Vom  Hafenmeister haben wir uns  die Erlaubnis geholt, heute Abend den Grill anzuheizen (bis vor kurzem war hier überall noch absolutes Grillverbot). Somit steht einem entspannten Seglerabend nichts mehr im Wege…

30.08.2018

Der Morgen beginnt noch verheißungsvoll mit gutem Wetter, jedoch die Aussichten für heute sehen regnerisch und trübe aus. Wir plaudern mit dem Hafenmeister, frühstücken und machen uns auf den Weg Richtung Süden. Um 09.15 Uhr legen wir ab.

Noch in der Hafenausfahrt setzen wir die Segel und gehen auf Kurs. Mit 1,5 Knoten sind wir unterwegs. Das heißt natürlich angeln und schauen, ob wir erfolgreich sind. Kurze Zeit später sind einige Makrelen an Bord und wir beschließen, daraus das Crewabendessen für 2 Crews zuzubereiten…

3,5 Seemeilen später geben wir das Segeln auf. Der Motor wird gestartet und wir nehmen Kurs auf Kullen, dem berühmten Kap.

Einige Schweinswale begleiten uns und natürlich der angesagte Dauerregen. Um 15.00 Uhr haben wir Gilleleje erreicht und legen an. Es regnet weiterhin, unser Begleitschiff hat hinter uns fest gemacht und der Anlegegrog wärmt durch…

Die Heizung läuft zum Trocknen des Ölzeugs und die Aussicht auf ein warmes Schiff und ein gutes Abendessen lassen den anhaltenden Regen vergessen. Es werden schnell noch ein paar Zutaten besorgt und dann darf es ruhig weiter regnen, das Land braucht das und wir kommen damit klar. Für Morgen ist Besserung in Sicht und wir haben gute Aussichten für eine entspannten Segelschlag Richtung Öresund und Helsingör…

31.08.2018

Über Nacht ist ein wenig Wind aufgekommen und hat den Regen vertrieben. Es ist noch bewölkt, die Aussichten sind jedoch gut.

Nach dem Frühstück legen wir um 09.15 Uhr ab.

Gleich nach dem Passieren der Molenköpfe setzen wir die Genua. Der Wind kommt aus Nord und bringt uns gut voran. Wir passieren die Dybe Rende vor dem Verkehrstrennungsgebiet und nehmen Kurs auf Helsingborg, der schwedischen Metropole am Eingang des Öresunds. Der Strom ist gegen uns und verringert unsere Fahrt über Grund. So sind wir erst um 13.15 Uhr fest in Norra Hamnen in Helsingborg (Distanz bis hier – 15 Seemeilen).

Es folgt ein Kurzlandgang in die Stadt zum Kennenlernen und Shoppen. Um 15.40 Uhr legen wir wieder ab. Hinter der Mole wird wieder die Genua bedient und wir queren das Verkehrstrennungsgebiet unter Segeln regelkonform. Um 16.20 bergen wir vor der Mole der Marina Helsingör die Genau und laufen ein. Der erste Stopp ist an der Tankstelle und dann finden wir einen ruhigen und sicheren Liegeplatz in dem großen Seglerhafen nördlich des Schlosses Kronborg.

Wieder ist eine Törnetappe zu Ende. Der letzte Anleger für diese Woche, aber noch ist nicht aller  Tage Abend und Helsingör hat für das Törnende ja auch so einiges zu bieten…

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