22.06.-29.06.2019

22.06.2019

Ein sonniger Morgen und ein gutes Frühstück im Cockpit, so beginnt der heutige Tag. Anschließend heißt es Abschied nehmen. Die verbleibende Crew schließt sich den Heimreisenden an und fährt gemeinsam in die Stadt. Der Skipper bleibt an Bord und bereit wieder die Yacht für die nächste Etappe vor.

Am Nachmittag ist die Crew wieder komplett. Begrüßung, einchecken und kurze Einweisung in die Yacht. Dann gehen wir einkaufen und nutzen die Gelegenheit, den Abend in den auch sehenswerten Kronstadt zu verbringen…

23.06.2019

Es folgt ein weiterer Hafentag in St.Petersburg.

Heute ist hier der Tag des Jahres – es findet in der Nacht das Fest der purpurnen Segel statt. Den Tag über nutzt jeder für sich zur weiteren Entdeckung dieser großartigen Metropole.

Zum Abend treffen wir uns dann und erleben mit unzähligen Gästen die Präsentation und das geniale Feuerwerk zu diesem seit mehreren Jahren wieder auferlegtem Fest in den weißen Nächten von St. Petersburg.

Morgens um 03.30 Uhr sind wir wieder an Bord. Es gibt noch einen verdienten Morgenschluck zum Sonnenaufgang und dann geht es in die Kojen…

24.06.2019

Ein spätes Frühstück, Sonne im Cockpit und langsam klarmachen zum Ausklarieren. Es folgt noch ein Kurzbesuch in Kronstadt, bevor wir um 17.45 Uhr zur Bordercontroll fahren und uns von St. Petersburg verabschieden.

Um 19.00 Uhr sind die Ausreiseformalitäten erledigt.

Kurze Zeit später legen wir ab und verabschieden uns von Kronstadt und St. Petersburg.

Es weht ein kräftiger Westwind, welche eine gute Welle aufgebaut hat. So motoren wir gegenan Richtung Westen.

Die Wetterprognose verspricht abnehmenden Wind und Winddrehung auf Nord. Im Laufe des Abends werden der Wind und die See schwächer und als später der Wind dreht, ist er so schwach, das sich das Segelsetzen nicht mehr lohnt. Um Mittagnacht lautet unsere Position 60°03,2‘ Nord, 028°52,6‘ Ost.

25.06.2019

Die Nacht ist nicht wirklich dunkel und dafür noch recht mild.

Es herrscht guter Schiffsverkehr, unter anderem begegnen wir mehreren Kreuzfahrtschiffen in beiden Richtungen. Gegen Morgen befinden wir uns nahe Gogland und gehen auf Nordwestkurs Richtung finnische Seegrenze. Wir wollen in Haapasaari einklarieren und anschließend bis Kotka vorfahren.

Um 07.35 Uhr passieren wir die Seegrenze zwischen Russland und Finnland. Anschließend melden wir uns per Funk bei der finnischen Küstenwache und werden willkommen geheißen. Eine Stunde später sind wir in Haapasaari fest.

Die Pass- und Zollkontrolle erfolgt ohne Beanstandungen und so können wir 30 Minuten später wieder ablegen.

Es ist immer noch windstill und so motoren wir die letzten 13 Seemeilen auch noch bis Kotka. Im Gasthafen ist ausreichend Platz für uns. Es ist 11.45 Uhr, als wir den Anleger in die Hand nehmen und auf die erfolgreiche Überfahrt anstoßen.

Der Rest des Tages dient der Entspannung sowie der Erkundung dieses abwechslungsreichen Ortes…

26.06.2019

Heute Morgen regnet es. Der Himmel ist wolkenverhangen und der erste Eindruck für den Tag sieht nicht gut aus. Wir frühstücken und checken das Wetter. Gegen Mittag soll es aufklaren.

Um 10.00 Uhr legen wir ab. Der Regen scheint sich verzogen zu haben und der Wind ist mitgegangen. So motoren wir zunächst in Richtung Westen. Wir entscheiden uns, dem empfohlen Fahrwasser für die Sportschifffahrt zu folgen, oder anders gesagt, die landschaftlich schönere Route.

Später beginnt sich die See zu kräuseln, und nach 11,5 Seemeilen probieren wir schon einmal unsere Fock aus. Als wir aus der nächsten Inselgruppe heraus kommen, setzen wir unser Großsegel hinzu und können auf einen guten Am-Wind-Kurs gehen.

Wir schaffen die notwendige Höhe für die einzelnen schmalen Passagen und können später abfallen. Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unser Tagesziel, die kleine Festungsinsel Svartholma. Wir bergen die Segel und tasten uns in die laut Seekarte flache Einfahrt (1,9 m). Vor uns ist eine finnische Yacht eingelaufen und wir folgen unauffällig. Während der gesamten Einfahrt haben wir um die 8 m. Eine komfortable Schwimmsteganlage mit Auslegern erwartet uns.

Um 16.45 Uhr sind wir fest. Der erste Eindruck ist sofort positiv und so beschließen wir zu bleiben. Wir beginnen unseren Spätnachmittag wie gewohnt mit dem obligatorischen Anleger und gehen in den Freizeit- und Urlaubsmodus über…

27.06.2019

Der Wetterbericht spricht von Regen den gesamten Tag über und nördliche Winde. Wir beginnen unseren Tag mit dem Frühstück um 08.00 Uhr und sind um 09.30 Uhr klar zum Ablegen. Leise lösen wir die Leinen und sind unterwegs.

Gleich hinter der Ausfahrt im Hauptfahrwasser setzen wir die Segel und gehen auf Kurs. Wir fahren wieder die landschaftlich reizvolle Route. Das heißt auch, dass wir regelmäßig den Kurs ändern müssen und vom Vorwindkurs im Schmetterling bis zum Hart-Am-Wind-Kurs alles dabei haben. Der angesagte Regen ist zunächst ein leichter Nieselregen, der ab und zu vorüberzieht. Später dann kommt auch mal ein Regenschauer dazwischen, jedoch ist alles überschaubar.

Nach 24 Segelmeilen, für die wir 6 Stunden benötigen, müssen wir leider die Segel einpacken. Wir gehen jetzt in die Einfahrt nach Porvoo und unser Kurs ist genau gegen an. Hinzu kommt, dass die letzten Meilen des engen Fahrwassers viel Aufmerksamkeit erfordern, da es nicht sehr tief ist.

Der Gasthafen in Porvoo ist klein und es gibt noch freie Plätze, wir entscheiden uns jedoch für einen Längsseitsliegeplatz 200 m weiter südlich, da wir nur wenig Manöverraum bei gutem Wind in Gasthafen haben. Um 18.00 Uhr sind wir fest. Inzwischen hat der Himmel aufgeklart und die Sonne lässt sich blicken. Wir bereiten unser Abendessen vor und werden anschließend noch einen kleinen Ausflug in die Stadt machen…

28.06.2019

Es ist ein sonniger Morgen, welcher uns weckt. Der Wind weht aus nördlicher Richtung. Wir frühstücken um 07.30 Uhr und sind eine Stunde später unterwegs.

Noch im Hafen Porvoo setzen wir die Fock und folgen dem Fahrwasser im schmalen Flusslauf. Als wir in die Schärenfahrwasser kommen, hat der Wind zugenommen. Wir bleiben bei unserer Fock und sind gut unterwegs.

Es wird ein wunderschöner Segeltag bis vor die Tore von Helsinki. Erst an vor der alten Festung bergen wir die Fock und laufen ein.

Noch ein wenig Sightseeing-Tour durch den Hafen von Helsinki und dann sind wir am Ziel unserer jetzigen Segelwoche. Wir tanken noch einmal auf und verholen uns auf den zugewiesenen Liegeplatz im HMVK.

Ein letztes gemeinsames Abendessen an Bord rundet diese Woche ab und dann gehört die Stadt zunächst einmal uns…

29.06.2019

Heute ist wieder ein Crewwechsel. Zunächst heißt es Abschied nehmen, nicht ohne zuvor noch einmal gemeinsam gefrühstückt zu haben.

Anschließend bereite ich die Yacht für die neue Törnetappe vor und auf die Übergabe an den nächsten Skipper.

In den nächsten 14 Tagen werden wir nur sporadisch über unseren weiteren Törnverlauf berichten, da ich zurück nach Deutschland reise und die Yacht bis Vaasa durch befreundete Skipper weiter gefahren wird.

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