2019 – 10.08. bis 17.08.

10.08.2019

Wieder einmal ist Crewwechseltag und entsprechend steht ein volles Tagesprogramm auf dem Zeitplan des heutigen Samstag. Ein letztes gemeinsames Frühstück und anschließend heißt es Abschied nehmen von einem Teil der Crew. Für den verbleibenden Teil der Crew ist heute Freizeitprogramm in Mariehamn angesagt. Der Skipper kümmert sich indessen um die Yacht, das Reinschiff machen und die technische Kontrolle an Bord, damit alles weiterhin im „grünen“ Bereich bleibt.

Abends gehen wir gemeinsam in Mariehamn essen und können gute Livemusik im Lokal genießen zu einen guten Glas Bier…

Nachts reist dann unser erstes neues Crewmitglied an und wird natürlich herzlich begrüßt.

11.08.2019

Heute Nachmittag ist noch eine weitere Anreise, so dass wir eigentlich heute in Mariehamn bleiben müssen.

Zunächst weckt uns jedoch das sanfte Trommeln des Regens auf dem Deck. Wir frühstücken und schauen uns die Wetterprognose an. Der Regen soll noch am Vormittag aufhören. Somit steht unser Plan fest.

Um 11.00 Uhr legen wir im Westhafen Mariehamn ab. Drei Seemeilen später setzen wir die Fock und segeln weiter entspannt Richtung Süden durch die Insellandschaft. Später gehen wir wieder auf nördlichen Kurs und können direkt vor unserem neuen Ziel, dem Osthafen von Mariehamn die Fock bergen. 10 Minuten später sind wir fest.

Wir verständigen unseren neuen Gast über unseren neuen Liegeplatz und sind um 16.00 Uhr komplett. Es folgt die erste Crewbesprechung und das Erstellen der Einkaufsliste für die kommenden Tage. Da wir Inselhopping machen wollen, müssen wir uns für einige Tage eindecken. Anschließend wird die neue Crew in die Yacht und die Sicherheit an Bord eingewiesen und danach steht einen entspannten Abend an Bord und in Mariehamn nichts mehr im Wege…

12.08.2019

Nachdem der Skipper noch einmal die Wasserstands- und Wettersituation geprüft hat, steht unser Programm für heute fest.

Zunächst frühstücken wir wie gehabt um 08.00 Uhr. Dabei besprechen wir kurz den heutigen Tag. Wir wollen noch ein wenig in den Ålands segeln und je nach Windentwicklung entweder nach Degerby oder Rödhamn gehen.

Um 09.25 Uhr legen wir ab und nehmen Kurs auf den Lemströms Kanal.

Dort passieren wir um 10.00 Uhr die Drehbrücke und sind anschließend im Lumparn, wo wir die Fock setzen und segeln können. Erst an der Nordspitze von Lumparland bergen wir die Fock und folgen der schmalen Passage durch die weitere Inselwelt. Wir passieren den Fährhafen von Långnåsin und entscheiden uns auf Grund der aktuellen Windprognose für Degerby als Zielhafen. Wir können noch einige Meilen segeln und kommen dann von Norden nach Degerby. Am Steg der Degerby Föglö Marina erfahren wir, dass der Hafen bereits geschlossen ist und wir in den Gasthafen Degerby gehen sollen.

Eine kurze Stippvisite führt jedoch zu Entscheidung, dass wir für diesen Hafen etwas zu groß sind. Also gehen wir wieder zurück in das Fahrwasser und fahren weiter südwärts in den Ledfjärden, um weiter nach Rödhamn zu segeln. Der Wind hat zwischenzeitlich nachgelassen und frischt erst wieder nach der Passage von Ledskär auf. Wir können bis in den Rödhamnsfjärden zur Leeseite der Insel Rödhamn segeln und finden schnell eine freie Boje an der Felspier.

Windgeschützt liegen wir hier mit einigen anderen Yachten und freuen uns auf einen schönen Abend vor eindrucksvoller Kulisse…

13.08.2019

Wir hatten die wärmstens empfohlenen Brötchen von Rödhamn bestellt – mit der Konsequenz, dass unser Frühstück um 09.00 Uhr stattfindet. Die Brötchen waren es wert…

Um 10.00 Uhr legen wir ab. Wir setzen das Großsegel im Reff und fahren zunächst mit Motor aus dem Insellabyrinth hinaus. Unseren Batterien tut das gut, da es auf Rödhamn keinen Strom gibt.

Als wir freies Meer vor uns haben, setzen wir die Fock und gehen auf Am-Wind-Kurs. Es wird eine unspektakuläre Überfahrt nach Schweden. Vor der Einfahrt von Arholma fällt unser GPS aus. Nur mit Hand-GPS und Karte geht es in die Bucht von Arholma. Dort stellen wir fest, dass die tiefen Liegeplätze am Steg alle belegt sind. Da wir nicht ankern wollen, fahren wir weiter und sind 6 Seemeilen später in Flaten am Steg des örtlichen Seglervereins fest.

Hafengebühr zahlen im Briefkasten, Anleger trinken und Abendessen zubereiten. Anschließend haben wir noch ein Rendezvous mit dem ortsansässigen Mückengeschwader, bevor wir den Abend entspannt ausklingen lassen…

14.08.2019

Die Nacht ist unglaublich still an diesem Ort und somit stehen wir ausgeruht und entspannt am Morgen auf. Frühstück ist wie gewohnt um 08.00 Uhr fertig.

Nachdem alles an Bord erledigt ist, legen wir um 09.00 Uhr ab und gehen auf Westkurs Richtung Norrtälje. Da der Wind direkt von vorne kommt, motoren wir die zwei Stunden bis in den Stadthafen von Norrtälje. Es folgt das Einkaufsprogramm und anschließend noch ein wenig Sightseeing in der sehenswerten schwedischen Kleinstadt.

Um 13.35 Uhr legen wir erneut ab. Wir können die Segel setzen und segeln so mit Vorwindkurs die ersten zwölf Seemeilen aus dem Fjord hinaus, bevor es auf den Kreuzkurs Richtung Süden und später Richtung Südwesten geht. Inzwischen bezieht sich der Himmel und sieht nach Regen und Unwetter aus. Wir segeln bis vor die Fähre von Furusund, bergen die Segel und sind 10 Minuten später fest. Kurze Zeit später beginnt der Regen. Die Unwetterwolke ist westlich an uns vorbeigezogen und hat zum Schluss noch für ein wenig mehr Wind gesorgt.

Um 19.15 Uhr sind wir fest. Hafengebühr wird bezahlt (Hafenmeister erklärt uns den Automaten), Sauna und alles weitere ist inklusive, der Anleger schmeckt und das Abendessen wird vorbereitet…

15.08.2019

Es verspricht ein schöner Segeltag zu werden, so zumindest der Wetterbericht für unseren geplanten Streckenabschnitt.

Zunächst einmal gibt es jedoch um 08.00 Uhr Frühstück an Bord. Anschließend steht noch einmal ein Landgang in Furusund auf dem Programm.

Um 10.30 Uhr sind alle an Bord. Kurz danach legen wir ab. Die Segel werden gesetzt, nachdem uns eine der großen Fähren passiert hat. Um 11.15 Uhr gehen wir auf Kreuzkurs. Der Wind weht mit allen Facetten aus Südwest mit entsprechenden Winddrehern und Windstärken zwischen Null und vier. Wir geben nicht auf und segeln so geruhsam weiter in Richtung Stockholm. Am Nachmittag fällt die Entscheidung für den Zielhafen – Linanäs. Wir kreuzen weiter auf und sind um 17.30 Uhr vor Linanäs. Wir werden wohl die einzige Yacht hier sein, der Hafen scheint leer und nur einige Motorboote sind zu sehen. Die Segel werden geborgen und wir legen an.

Um 17.45 Uhr ist ein schöner Segeltag zu Ende gegangen. Ein paar Regentropfen haben uns kurzzeitig begleitet, jedoch alles in allem ist der Schlechtwetterkelch an uns vorüber gezogen.

Das Abendessen gibt es im Cockpit und die Sonne scheint…

16.08.2019

Der Morgen ist ruhig und der Himmel bewölkt. Wir frühstücken wie gewohnt. Nach dem Wettercheck machen wir uns klar zum Ablegen.

Um 09.30 Uhr sind wir unterwegs. Gleich hinter der Hafenpier setzen wir die Segel und gehen auf Kurs. Es ist ein böiger Wind, der jedoch zu unserer Wunschrichtung passt, so dass wir gut unterwegs sind.

Kurz vor Vaxholm benutzen wir den Motor, um in dem schmalen und lebhaften Fahrwasser nicht aufkreuzen zu müssen. Anschließend segeln wir weiter bis nach Stockholm, wo wir vor der kleinen Insel Södra Fjäderholmen die Segel bergen und unsere Dieselvorräte auffüllen.

In Wasahamn hält ein guter Freund von mir einen Liegeplatz für uns frei, so dass wir nach dem Tanken zielstrebig nach Wasahamn fahren. Wir machen fest, es folgt eine herzliche Begrüßung und das Dankeschön an meinen Segelfreund und den finnischen Einhandsegler, der uns seinen Platz überlässt.

Wir schließen mit einem kleinen Snack und einem Anleger diese Segeletappe zunächst ab und widmen uns den Möglichkeiten der Weltmetropole Stockholm. Den Abend und diese Segelwoche wollen wir mit einem netten Abendessen in der City beenden und dann schauen wir mal, was in Stockholm so noch alles los ist…

17.08.2019

Wasahamn in Stockholm – Crewwechsel und das gesamte Prozedere des Aufklarens und Vorbereiten der Yacht für die nächste Etappe – das sind die Tagesthemen des Skippers.

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