01.06.-08.06.2019

01.06.2019

Heute ist Crewwechsel. Den Tag nutzt der Skipper zum Großreinschiff sowie zum Yachtcheck. Unsere an Bord bleibende Crew erkundet inzwischen Klaipeda und erledigt bereits den  Bordeinkauf für die kommenden Tage.

Am Abend ist die Crew wieder komplett. Nach der Begrüßung an Bord folgt ein kurzes Check In für die bevorstehende Woche und dann gehört Klaipeda noch einmal uns…

02.06.2019

Das Wetter ist auf unserer Seite. Die Sonne weckt uns. Es weht ein guter 4-er Wind aus West und der Tag soll so bleiben. Um 06.00 Uhr ist Wecken angesagt. Wir frühstücken und verabschieden uns von der Crew des Hafen Klaipeda.

Um 08.00 Uhr passieren wir die Brücke des Old Castle Harbours auslaufend.

Im Nachbarbecken des großen Hafens tanken wir noch einmal unseren Dieseltank voll und melden uns anschließend bei der Verkehrszentrale des Hafen und der Coastguard ab.

Um 09.10 Uhr passieren wir die Molen des Hafens. Die Segel sind gesetzt und wir gehen auf Nordkurs.

Es wird eine wunderschöne und entspannte Segelreise Richtung Norden. Nach 54 Seemeilen melden wir uns bei Liepaja Traffic an und laufen ein.

Um 17.30 Uhr sind wir als einziges Boot im Gasthafen Liepaja fest. Der Anleger wird traditionsgemäß zelebriert, es folgt der Smalltalk mit dem Hafenmeister und dann gehört die Stadt uns.

Wir bummeln ein wenig durch die Innenstadt und gewinnen erste Eindrücke unseres zweiten Baltischen Landes Lettland. Abendessen gibt es im traditionellen Restaurant „Maja“ mit sehr gutem Essen und einem leckeren „Local Beer“…

03.06.2019

Unser Frühstück findet zu urlaubsgerechten Zeiten statt. Es ist 08.15 Uhr Ortszeit, als das obligatorischen „Guten Appetit“ erklingt. Danach füllen wir unsere Vorräte im nahen RIMI-Supermarkt auf, checken noch einmal das Wetter und legen ab.

Es ist 10.30 Uhr und Liepaja Traffic gibt das o.k. Noch im Hafen setzen wir die Segel, reffen das Groß aus und gehen nach dem Passieren der Mole auf Nordkurs. Das Ganze funktioniert noch eine gute Stunde, dann wird mangels Wind der Motor mit zugeschaltet…

Später können wir dann wieder Segel setzen, das reicht jedoch nicht bis nach Ventspils.

 

Um 20.45 Uhr erreichen wir die Mole von Ventspils, laufen ein und sind kurze Zeit später im Seglerhafen Ventspils im alten Fischereihafen fest.

Heute sind es über 60 sm gewesen, jedoch passt das in unseren Zeitplan und läßt uns für die bevorstehenden Tage in der Irbenstrasse und dem Golf of Riga den notwendigen Spielraum…

04.06.2019

Urlaubsmodus. Die Sonne scheint bereits am Morgen, ein leichter Wind aus Süd stimmt uns auf den bevorstehenden Segeltag ein. Wieder frühstücken wir um 08.15 Uhr, diesmal mit lettischen Leckereien aus dem kleinen Supermarkt nahe dem Hafen. Um 09.30 Uhr sind wir unterwegs.

Vor uns haben bereits einige andere Yachten Ventspils verlassen. Noch im Hafen setzen wir das Großsegel und gehen hinter der Mole auf Vorwindkurs. Ein kleiner Pulk an Seglern segelt Richtung Norden. Später dreht der Wind ein wenig und wir können die Fock dazu nehmen. T-Shirtwetter im Cockpit, ein leichte Brise von achtern, über 6,5 Knoten auf dem Tacho und Sonne pur dazu, was will das Seglerherz mehr…

Ca. 5 Seemeilen vor Möntu schläft der Wind ein. Die letzten Seemeilen werden  mit der ARAL-Fock absolviert.

Der Hafenmeister hilft uns bei Anlegen. Der neu ausgebaute Hafen bietet allen Service, den der Segler sich so wünscht, wenn er in der Einsamkeit von Möntu ein entspannten Abend genießen möchte…

Es ist 17.00 Uhr. Der Anleger im Cockpit schmeckt, ein erstes Hallo zu unseren Bootsnachbarn und ein paar Schritte an Land stimmen uns auf einen entspannten Abend ein…

05.06.2019

Die morgendliche Stille wird durch den Wecker des Skippers und kurze Zeit später durch ein Baufahrzeug unterbrochen. Die Sonne scheint, Windstille über dem Meer und das alles gewürzt mit einem Frühstück im Cockpit. Das Baufahrzeug wird nur am Rande zur Kenntnis genommen. Noch ein paar Steggespräche und endlich kommt das Kommando, Klar zum Ablegen…

Um 09.30 Uhr holen wir die Leinen ein und sind unterwegs. Noch in der Ausfahrt setzen wir die Segel und gehen auf einen Am-Wind-Kurs Richtung Osten.

42 Seemeilen sind es im direkten Kurs auf Ruhno, unserem nächsten Ziel. Wir können die Höhe jedoch nicht halten und gehen auf einen Kreuzkurs mit langen Schlägen. Eine gute Stunde vor Ruhno entscheiden wir uns Anbetracht der Zeit für den Motor. Der Wind kommt genau aus unserer Zielrichtung und wird auch schwächer.


Um 19.15 Uhr sind wir an der Ansteuerungstonne und kurze Zeit später fest im neuen, erweiterten Hafen Ruhno. Es sind 56 Seemeilen geworden. Freundliches Wiedersehen mit dem Hafenmeister: „letztes Jahr war es ein anderes Boot… Schön das Ihr hier seit…“


Wir genießen den Anleger und Ruhno mit seiner Entspanntheit, Ruhe und natürlichen Schönheit…

06.06.2019

Das Baufahrzeug am Morgen fehlt.

Eine wunderschöne Stille liegt über dem Hafen und das Aufstehen macht so richtig Spaß. Wir frühstücken erneut im Cockpit und haben beschlossen, gleich danach Richtung Mersrags aufzubrechen. Der Wetterbericht spricht von Gewittergefahren am späten Nachmittag und so etwas haben wir schon einmal live hinter uns…

Um 09.10 Uhr legen wir ab. Vor uns liegen 30 Seemeilen Richtung Süden und eine leichte Brise aus Ost empfängt uns an der Mole. Wir setzen die Segel und gehen auf Kurs.

Es wird eine entspannte und gemütliche Überfahrt nach Süden. Um 14.45 Uhr bergen wir die Segel im Hafen von Mersrags und sind kurze Zeit später am dortigen Schwimmsteg fest.

Der Hafenmeister erwartet uns. Wir checken ein und genießen die Sonne, beobachten die sich langsam auftürmenden Wolken und hoffen, dass der Kelch an uns vorüber geht…

Der restliche Nachmittag wird für private Dinge genutzt und natürlich dem notwendigen Auffüllen unserer Vorräte. Und dann steht uns ja noch ein beschaulicher Abend bevor…

07.06.2019

Zunächst noch ein kleiner Nachtrag zum gestrigen Abend. Wir haben dann der Empfehlung des Hafenmeisters noch ein kleines, nettes Restaurant gefunden und sehr gut und trotzdem preiswert gegessen (www.vetrasputns.lv).

Heute war um 05.30 Uhr die Nacht zu Ende. Die Sonne lacht bereits ins Cockpit und wir frühstücken um 06.00 Uhr.

Nach dem kurzen Aufklaren legen wir um 07.00 Uhr ab.

Wenig Wind und viel Sonne scheinen das Thema des Tages zu werden. Dazu kommen einige flache Nebelschwaden im Küstenbereich. Wir laufen aus und nehmen direkt Kurs auf die Ansteuerung von Riga.

Gegen Mittag zieht ein schmales Wolkenband auf und durch. Der Wind nimmt innerhalb kürzester Zeit auf 6 Windstärken zu, natürlich weiter direkt von vorne. Da wir kurz vor der Mole Riga sind, fahren wir mit Motor weiter und passieren um 13.05 Uhr die Molenköpfe.

Jetzt folgen wir noch fast 1 ½ Stunden dem Lauf der Daugava und laufen in die Marina Andrejosta an der linken Uferseite ein.

Es ist noch ein weiteres deutsches Boot da und das war‘s…

Kurze Zeit später trifft der Hafenmeister mit dem Schlauchboot ein. Wir erfahren, dass es auf der rechten Uferseite eine komplett neue Marina auch für Gäste gibt und das der Andrejosta-Hafen voraussichtlich im kommenden Jahr geschlossen wird. Wohnen am Wasser ist dann wohl das neue Thema.

Wir beschließen zu bleiben, das es hier noch eine Waschmaschine gibt, trinken unseren letzten Anleger für diese Törnwoche und bereiten uns auf den Landeinfall in Riga vor…

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